Ich bin Flexitarier

Ich wusste eine Weile nicht, wo und wie ich diesen Foodblog einordnen konnte, so ist die Subline „Foodblog mit Liebe“ entstanden. Da einordnen wie wir alle wissen für Menschen aber meistens irgendwie wichtig ist, habe ich mich richtig gefreut, einen Begriff für mein Essverhalten zu finden. Es war ein „Aha“-Erlebnis. Juhu, endlich gehöre ich auch wo dazu.

Ich bin nämlich bekennender Flexitarier.

Flexitarier – was ist das?

Es gibt unterschiedliche Definitionen davon, eines ist ihnen aber allen gemeinsam: es geht darum, bewusst weniger Fleisch zu essen und auf Ernährung zu achten, ohne auf etwas ganz zu verzichten. Das trifft es denke ich gut und das ist auch der Motor, aus dem heraus dieser Blog entstanden ist.

Das Ausmaß dessen, wieviel reduziert werden muss, um sich Flexitarier zu nennen, ist nicht definiert. Es gibt mehrere Möglichkeiten:

  • Ein fleischloser Tag die Woche
  • Fleisch nur an 3 Mahlzeiten die Woche
  • Fleisch nur auswärts
  • Fleisch nur in Bioqualität
  • Fleischkonsum im Vergleich zum eigenen Essverhalten reduzieren

Esstechnisch komme ich aus einem klassisch österreichischen Haushalt. Bei uns gab es Fleisch mit Sättigungsbeilage. Gemüse habe ich die ersten 16 Jahre meines Lebens weitgehend verweigert. Daher kommen die Gerichte der Fleischpfannen und alles, was sich nach Hausmannskost anhört. Mit der Zeit und mit den Medien kam allerdings doch das Bewusstsein und das Bedürfnis, nach gesünderer und ausgewogenerer Ernährung und die Suche nach alternativen Rezepten, in denen Gemüse Kohlenhydrate ersetzt oder die fleischlos sind. Das Sammelsurium aus all dem ist mein flexitarischer Ernährungsstil.

Die Dosis macht’s Gift

sagte einst ein schlauer Mensch namens Paracelsus. Und ich denke, dass er bis heute damit recht behalten hat. Ernährungskonzepte aus moralischen/ethischen Gründen sind etwas anderes, vom rein gesundheitlichen Aspekt halte ich eine ausgewogene und bewusste – gleichzeitig aber alltagstaugliche – Ernährung für sinnvoll.