Fleisch kochen auf Haubenniveau

Auf Danielas Wunsch hinauf hab ich beschlossen, dass ich euch gern von meinem kleinen Exkurs in die Haubenküche erzählen möchte. Leider kam ich erst gegen Ende des Abends auf die Idee, dass selbiger sich als Inhalt eines Posts anbieten könnte, darum gibt es auch nur das eine Foto von dem einen Gericht, an dem wir maßgeblich beteiligt waren 😉

Begonnen hat es als Kochkursodyssee irgendwann in der ersten Jahreshälfte 2014, als der 30er meiner besseren Hälfte anstand und ich ihm als Teilgeschenk einen Kochkurs schenken wollte – zur richtigen Zubereitung von Fleisch (das Fleisch ist sein Part in unserer Küche und er wollte da ein bisschen mehr Know-How haben, weil wir da beide wenig Ahnung und Erfahrung haben). Vom ursprünglichen Veranstalter wurden wir durch Pech zwei Mal versetzt und so zog sich das erstmal in die Länge, bis ich im Frühling des heurigen Jahres dann beschloss, den Anlauf anderswo zu starten. Letztendlich dauerte es noch ein paar Wochen, bis Zeitpunkt und Kursinhalt passten, aber letztendlich landeten wir bei ichkoche.at zum Thema „Braten, Steak und Co“ (dieser Beitrag ist nicht gesponsert!).

Um 17:30 am Samstag sollte es losgehen.

Wir waren beide ein wenig nervös, wie es werden und was uns erwarten würde und betraten erstmal etwas verschreckt die Lokalität. Nach den ersten Minuten lockerte sich die Stimmung aber auch gleich auf, wir sollten uns in Gruppen zusammengesellen und uns zu jeweils einer Station begeben, wo unterschiedliche Gerichte nach unterschiedlichen Methoden gekocht wurden.

Auf dem Speiseplan standen – aus der Erinnerung und nicht in Haubenküchensprache:

  • Kalbstartar
  • Schweinsrücken im Ganzen mit Rosmarinkartoffeln
  • Hendlhaxerl (für meine Leser aus dem Nachbarland: Hühnerkeulen 😀 ) in  Sturmsauce mit Schwammerl (Pilzen)
  • Rehkeule mit Rote Rüben (Beete) Gnocchi
  • Beirid im Ganzen mit Pfeffersauce, Erdäpfelflan (Kartoffelflan) und Kräuterseitlingen

(Ich stelle fest, dass die deutsche und österreichische Sprache sich wohl kaum so sehr unterscheiden wie beim Essen ^.^)

Wir suchten uns die Station „Steak“ (also die Beiridschnitte) aus und hatten mit dem Erdäpfelflan auch eine etwas aufwändigere Beilage zuzubereiten. Die Gerichte waren so organisiert, dass sie unterschiedlich lange dauerten (unseres war das letzte) und so immer für alle Zeit war, wenn es um die Pfanne ging, zu schauen, was denn nun so grade passiert. Also auch wenn man nicht dazukam, überall mitzukochen, hatte man dennoch die Möglichkeit, sich das Wichtigste anzuschauen. Und geschmeckt hat zum Schluss alles 🙂

Interessant zu sehen war, wie andere Menschen an Pfannen und Essen hantieren. Wirklich etwas über das Fleisch hab ich nicht gelernt (wann wofür welches, welche Zubereitungsart, wie vorsichtig man wirklich sein muss etc.), aber dazu war auch einfach die Zeit zu kurz und das Kochen stand definitiv im Vordergrund.

Da das Fleisch dort in einem super Hightech-Herd mit Bluetooth Kerntemperatur-Thermometer fertig gegart/geschmort/gebraten wurde, ist es zum Nachkochen nicht ganz einfach, allerdings werden wir uns bestimmt so ein ganz normales Thermometer zulegen und das mit dem Ofen noch einmal probieren (im Gasherd mit Temperaturschwankungsbreiten von +/- 30° ist das ja sonst nicht so einfach 😉 ).

Spaß hat es auf jeden Fall gemacht, das Team war super nett, gut organisiert und die Gruppe hat auch ganz wunderbar gepasst und ich könnte mir durchaus vorstellen, mal wieder einen Kochkurs zu machen.

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Veröffentlicht von

Paleica

Internetmethusalem. Schütze Aszendent Jungfrau, Freudianer, Tolkienist, Freizeitfetischist, zwanghaft neurotisch, begeisterungsfähig, Kommunikationsjunkie, Träumermädchen. Ein Kopf voll Gefühl, ein Herz voll Gedanken.

8 Gedanken zu „Fleisch kochen auf Haubenniveau“

  1. Ich war mal so frei und habe nachgesehen, wo du noch einen Kochkurs belegen kannst:
    http://www.vhs.at/kurskategorien/kursangebote/Gesundheit%2C-Bewegung-und-Kochkurse.html

    Zu Hause habe ich nämlich auch schon 2-3 x einen gemacht und das war immer echt spannend und interessant! 🙂
    Wie haben die Sachen geschmeckt? Hast du die Rezepte bekommen?
    Ich habe mir vor ein paar Monaten diese Buchbox „Niedrigtemperaturgaren“ gekauft, da war so ein Fleischthermometer zum reinstecken mit bei. Ich hab gerade mal bei Amazon geguckt, da ist das aktuell nicht vorrätig, aber ich hab’s dir mal geschickt an deine Mail-Adresse 🙂
    Fleisch ist ja eh so eine Sache! Hier in Klafu koch ich auch eher weniger mit Fleisch, aber zu Hause geht’s halt schon eher….

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    1. aus irgendeinem sonderbaren grund ist mir dieser kommentar durch die lappen gegangen. sowas aber auch. danke für den link! muss ich mir glatt mal ansehen!

      die schen waren lecker und ja, die rezepte haben wir bekommen, aber ich glaub, da haben wir eh schon gemailt 🙂 der kochblog ist grade so vernachlässigt, eine schande. aber jetzt kommt eh die kalte jahreszeit, da gibts bestimmt wieder mehr küchenabenteuer 🙂

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