Coodles oder als ich versuchte, einen Abend ‚low carb‘ zu essen

Eigentlich hätte ich ja unbedingt die Sauerei fotografieren müssen, die entstanden ist, bis ich letztendendes ein paar gekringelte Karotten hatte. Zu dem Zeitpunkt habe ich aber schon lange nicht mehr dran geglaubt, dass das, was da auf den Teller kommt, ansehnlich genug sein würde, um es hier reinzustellen. Zum Schluss wurde ich doch noch positiv überrascht und darum erzähle ich dennoch davon.

Aber von Anfang an:

Man ist ja zum Teil wenn man nicht von Natur aus einer bestimmten Ideologie angehört, total hin- und hergerissen zwischen den Schlagworten der Ernährungstrends. Low carb, vegan, vegetarisch, Nullern, Clean eating, was es nicht alles gibt. Mich selber zieht es immer mal wieder zu veggie (das Gewissen sagt: iss nicht so viel Fleisch!) und low carb (die Waage sagt: iss nicht soviel Kohlenhydrate!). Eines jedenfalls weiß ich: beides zusammen lässt sich für meine Essvorlieben nicht kombinieren. Diesmal stand also low carb am Speiseplan. Und Gemüsenudeln (je nach Gemüse: Coodles (Karotten), Zoodles (Zucchini), usw.) muss der moderne Esser von heute ja offenbar sowieso mal probiert haben.

Da der Kühlschrank gerade Karotten vorrätig hatte, fiel die Wahl also auf Coodles. Letzte Woche hatte ich mir auch noch so einen superschicken Gemüseschneider zum Julienne-schneiden oder halt Gemüsenudeln scheren gekauft und ich startete voll ambitioniert ans Werk. Nach der ersten halben Karotte, aufgeschürften Fingern und heißen 3 Coodles wollte ich schon resignieren. Zum Glück legt die bessere Hälfte mehr Geduld (und wenn mal begonnen auch Ehrgeiz) an den Tag, um rauszufinden, ob da nicht doch noch was geht.

Der Ausschuss war groß und mehr als die Hälfte der Karotten landete anstatt im Coodles-Topf im Saucen-Topf, aber zum Schluss hatten wir dann doch den Dreh raus.

Jetzt aber zum Rezept:

Wenn ihr aus Karotten Coodles machen wollt solltet ihr vor allem darauf achten, lange, große und dicke Karotten zu nehmen, sonst klappt es nicht. Von der Menge kann ich es daher nicht abschätzen, aber pro Person würde ich schon 2 Hände voll machen, da sie sich ja doch nochmal zusammen kochen und Ballaststoffe ohnehin nicht so sättigend sind.

Diese dann kurz anrösten und etwa 5 Minuten in 1cm tiefem Wasser köcheln lassen (dass sie nicht mehr knackig sind, aber nicht zu weich, sonst wirds matschig)

Für die Sauce:

  • Den Rest abgeschnibbelter Karotten, die euch bei den Coodles übrig geblieben sind, irgendwie zerkleinern 😉
  • 7 dag Schinken
  • 1 Zwiebel
  • Erbsen oder Erbsenschoten
  • 1/2 Teelöffel Paprikapulver (edelsüß)
  • Etwas Ketchup
  • Salz, Muskat, Petersilie
  • 250ml Gemüsesuppenbrühe (Wasser mit 1/2 Suppenwürfel)

Zwiebel mit Schinken und Karotten anrösten, danach die Erbsen dazu. Die Gewürze gebe ich immer gleich dazu, damit sie besser einziehen. Mit Ketchup, Paprikapulver, Petersilie, Salz und Muskat ein bisschen einkochen lassen. Wenn die Pfanne heiß ist mit einem Schuss Wein ablöschen, bisschen verkochen lassen, Gemüsebrühe dazugeben und weiterköcheln lassen, bis die Karotten weich sind.

Coodles wie Nudeln auf den Teller geben und Sauce wie Sugo darüber anrichten.

IMG_1543

Schmeckt super, ist total gesund und macht Spaß!

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Veröffentlicht von

Paleica

Internetmethusalem. Schütze Aszendent Jungfrau, Freudianer, Tolkienist, Freizeitfetischist, zwanghaft neurotisch, begeisterungsfähig, Kommunikationsjunkie, Träumermädchen. Ein Kopf voll Gefühl, ein Herz voll Gedanken.

9 Gedanken zu „Coodles oder als ich versuchte, einen Abend ‚low carb‘ zu essen“

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